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Podcast von perspective daily zum BGE

»190.000 Euro für alle jungen Erwachsenen. So könnte ein Grunderbe aussehen. Welche Vorteile das hätte, erfährst du in der neuen Folge des Podcasts „Wind & Wurzeln“ [1].

Über Jahrzehnte hat sich ein bestimmtes Bild von Gerechtigkeit in unseren Köpfen festgesetzt: Wer sich anstrengt, kommt voran. Wohlstand ist vor allem eine Frage von Fleiß und Leistung.

Ein Blick auf die Vermögensverhältnisse zeigt aber: Ein Großteil des Reichtums in Deutschland wird längst nicht mehr erarbeitet – sondern vererbt. Gleichzeitig reicht für Millionen Menschen selbst ein Vollzeitjob nicht mehr aus, um über die Armutsgrenze zu kommen. Das treibt kuriose Blüten: Ausgerechnet die Techmilliardäre aus dem Silicon Valley, die zu den größten Profiteuren dieses Systems zählen, werben nun lautstark für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Was steckt hinter dieser plötzlichen Fürsorge? Würde ein Grundeinkommen die Ungleichheit tatsächlich verringern – oder nur symbolisch wirken, solange sich an der Vermögensverteilung nichts ändert? Und wäre nicht ein Grunderbe die konsequentere Antwort, wenn das eigentliche Problem gar nicht das Einkommen, sondern das Vermögen ist?

Diese Fragen bespricht Marina Weisband in der heutigen Folge „Wind & Wurzeln“. Zu Gast sind die Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas, Gründerin von ungleichheit.info und Autorin von „Unverdiente Ungleichheit“, der Armuts- und Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge sowie die Politikwissenschaftlerin Barbara Prainsack von der Universität Wien.«

Ist diese Idee besser als ein bedingungsloses Grundeinkommen?

… Marina Weisband selbst befasst sich schon viele Jahre mit dem Thema: Seit rund 2010 setzt sie sich politisch für ein Grundeinkommen ein, weil Gesellschaften gemeinsam genug erwirtschaften, um die Würde eines Menschen nicht von seiner „Leistung“ abhängig zu machen…

… Für Martyna Linartas, Politikwissenschaftlerin und Gründerin von Ungleichheit.info, hängen Ungleichheit und Klimakrise eng zusammen: Wer am wenigsten zur Erderhitzung beigetragen hat, leidet – etwa bei den jüngsten Überschwemmungen in Nepal – am stärksten unter ihren Folgen…

… Christoph Butterwegge, einer der bekanntesten Armutsforscher Deutschlands, bezeichnet sich lieber als Ungleichheitsforscher, weil für ihn gilt: Wer Armut wirksam bekämpfen will, muss den Reichtum antasten…

… Barbara Prainsack, Politikwissenschaftlerin an der Uni Wien, denkt BGE und Sozialstaat lieber zusammen, statt sie gegeneinander abzuwägen. Ein Grundeinkommen soll ihr zufolge nicht alle Leistungen ersetzen, sondern nur solche, die reines Einkommen ausgleichen – Leistungen für spezifische Bedürfnisse, etwa für eine blinde Person, blieben bestehen…

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[1] Gemeinsam mit Marina Weisband veröffentlicht perspective daily einmal im Monat eine neue Folge dieses Podcasts. „Wind & Wurzeln“ hat sich wie wir dem Konstruktiven Journalismus verschrieben. Hier analysiert Marina gemeinsam mit spannenden Gäst:innen politische und gesellschaftliche Entwicklungen rund um das Thema Demokratie, hinterfragt die Schlagzeilen und zeigt auf, welche Themen abseits von Breaking News wichtig sind. Der Podcast ist in erster Linie zum Hören gemacht; du findest die Hörversion wie gewohnt oben in unserem Audioplayer. Für alle, die lieber lesen, gibt es bei uns zusätzlich eine Zusammenfassung jeder Folge. Alle bisherigen Folgen findest du hier.